Cindy in Stockholm

Gleichheit. Ungleichheit. Glück. Freiheit. Beziehungen. Schlagwörter eines mehrtägigen interkulturellen Seminars kreisen in meinem Kopf herum. Der Regen setzt langsam ein während ich den Weg zur anderen Insel finde. Es wird früh dunkel an diesem Nachmittag. Ich folge den Ausschilderungen und Plakaten. Endlich stehe ich vor dem Museum of  Modern Art. Cindy Sherman is closed monday. Ungläubig bleibe ich vor dem geschlossenen Eingang stehen und versuche meine Enttäuschung mit dem Gedanken niederzudrücken, dass ich ja Cindy schon in Berlin gesehen habe. Ein kleiner dicklicher Mann mit Regenpelerine, Wollmütze und Plastiksack steht plötzlich hinter mir. Offensichtlich auf dem Weg zu den Mülleimern des überdachten Eingangs. Er schaut mir ins Gesicht, dann auf das “closed” Schild und sagt, ich solle doch morgen wiederkommen. Tomorrow it’s open. Ich schaue ihn an und sage, dass es meine einzige Gelegenheit war.  It’s my last day. Wie so oft ist die nächste Frage die nach meiner Herkunft. From Germany? Oh it’s better than Sweden! Ich schaue etwas erstaunt, gerade für die Deutschen ist Schweden sowas wie ein Vorzeigeland in Sachen Lebensqualität. Er kommt aus dem Iran und lebt seit 40 Jahren hier. Yes, Germany is better, because Sweden is a women country! Too much feminists! – Letztes Statement nach fünf Tagen Equality.

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